Bleiben Sie auf dem Laufenden
An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter Neuigkeiten aus der Veterinärmedizin und Tipps aus unserer Praxis zur Verfügung stellen.
Aus der Rinderpraxis
Blauzungenimpfung 2010 für Rinder, Schafe und Ziegen wird freiwillig
Die bisher verpflichtende Impfung der Rinder, Schafe und Ziegen gegen den Serotyp 8 des Blauzungenvirus wird ab dem 01.01.2010 zu einer freiwilligen Maßnahme zum Schutz der Tiere vor einer Infektion mit dem Blauzungenvirus BTV Serotyp 8.
Damit ist zu befürchten, daß eine flächendeckende Aufrechterhaltung des Infektionsschutzes ( mind. 80 % Impfdichte ) in Zukunft nicht mehr gewährleistet sein wird.
Wir empfehlen den Tierhaltern dringend, die Impfung gegen BTV Serotyp 8 aufrecht zu erhalten; einen vergleichbaren Einbruch der Erkrankung wie 2007, insbesondere die Schaf- und Rinderhaltungen betreffend, kann sich kein Betrieb erlauben.
Die Kosten für den Impfstoff werden von der Tierseuchenkasse NRW in 2010 mit 0,80 €/Dosis bezuschußt, die Kosten für die tierärztliche Leistung ( Impfung, Dokumentation in HIT, etc. ) muß der Betriebsleiter selbst übernehmen. Diese Situation wird sicherlich nicht förderlich für die Motivation zur Impfung sein, ist jedoch nicht zu ändern.
Für weitere Informationen rund um die Blauzungenbekämpfung stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.
Kälberdurchfall vorbeugen!
Nicht vergessen; die heiße Phase der Kalbesaison beginnt nun bald.
Schützen Sie schon jetzt den zukünftigen Nachwuchs ihres Betriebes durch eine frühzeitige Mutterschutzimpfung gegen die häufigsten Durchfallerreger.
Mit nur einer einzigen intramuskulären Impfung der trächtigen Kühe und Färsen können Sie Ihre Kälber gegen Rota- und Coranaviren, sowie die Schwere der E.coli F5 Durchfälle reduzieren.
Die Virusausscheidung bei den Jungtieren wird deutlich verringert, und das Immunsystem der Kälber beiweitem nicht so stark belastet.
Wichtig ist hierbei eine konsequente Kolostrumgabe der Kälber mit Milch der geimpften Tiere direkt nach der Geburt.
Der Behandlungsaufwand für Sie hält sich in Grenzen, die trächtigen Tiere können 3 - 12 Wochen vor dem erwarteten Kalbetermin behandelt werden.
Integriert man diese Impfung in das Trockenstellmanagement, so handelt es sich um einen minimalen Mehraufwand.
Dies ist kein Vergleich zu dem Aufwand, wenn die Kälber erst an Durchfall erkrankt sind.
BHV-1 - Sanierung wird deutlich verschärft
Ab dem 01.01.2010 wird es nicht mehr ausreichen, alle Tiere eines Bestandes einmal jährlich auf das Bovine Herpes Virus I (BHV-I) untersuchen zu lassen, solange Reagenten im Bestand sind.
Der Gesetzgeber fordert ab Januar 2010 eine Gesamtbestandsimpfung für alle Betriebe mit Reagenten, das heißt im Bluttest gE-Antikörper positive Tiere.
Hierbei gibt es 2 Ausnahmen von der Impfpflicht, die auf Antrag vom zuständigen Kreisveterinäramt erteilt werden können.
Zum einen, Ausmerzung aller Reagenten bis zum 31.12.2009, sowie einer anschließenden Bestandsuntersuchung aller weiblichen und zur Zucht vorgesehener männlicher Tiere, die älter als 9 Monate sind. Diese Untersuchung ist frühestens 30 Tage nach Verlassen des letzten Reagenten aus dem Betrieb möglich. Bei Vorliegen eines negativen Befundes wird der Betrieb als BHV-I freier Bestand eingestuft.
In NRW gilt bis zum 30.09.2009 eine Besonderheit, sollten bis zu diesem Datum alle Reagenten den Betrieb verlassen, so gibt die Tierseuchenkasse für die maximal 5 letzten Tiere eine Beihilfe in Höhe von 150,00 € pro Tier.
Zum Anderen kann mit dem Hoftierarzt ein individuelles Sanierungskonzept erarbeitet werden, um eine BHV-I Freiheit bis zum 31.12.2012 zu erreichen. Dieses muss bis zum 31.12.2009 bei dem zuständigen Veterinäramt vorliegen.
Folgen der verschärften BHV-I Sanierung sind ein generelles Weideverbot aller nicht geimpften oder positiven Tiere, sowie eine
eindeutige Kennzeichnung der Reagenten durch eine rote Ohrmarke.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
BVD Sanierung ab 2011 verpflichtend! ................................. Freiwilliger Beitritt zu den Sanierungs - Leitlinien empfehlenswert
Ab 01.01.2011 dürfen keine Rinder mehr ohne BVD-Status gehandelt werden.
Deshalb wird den Rinderhaltern ein frühzeitiger freiwilliger Beitritt zu den Leitlinien NRW empfohlen.
Die Bundesverordnung schreibt eine 12-monatige Beobachtungsphase des Betriebes nach der Bestandsuntersuchung vor.
Aus diesem Grund ist es wichtig bereits frühzeitig mit einer Sanierung zu beginnen, um zum 1. Januar 2011 den Status BVD-unverdächtig zu erhalten.
Eine Besonderheit hierbei wird sein, das ab dem 01.01.2010 neue Gewebeohrmarken vom Landeskontrollverband zu beziehen sein werden. Die hierbei anfallenden Gewebestücke aus den Ohren der neugeborenen Kälber müssen vom Tierhalter selbstständig zur Untersuchung auf BVD eingeschickt werden.
Unser erklärtes Ziel ist es einen BVD-unverdächtigen Status vor Beginn der Bundesverodnung im Jahr 2011 für die Betriebe zu erlangen, damit es nicht zu Handelsbeschränkungen kommt.
Rufen Sie gleich an und vereinbaren einen Termin.
Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.
Informationsveranstaltung gelungen.
Die von unserer Praxis und der Firma Janssen Animal Health organisierte Informationsveranstaltung Mitte September wurde von allen Seiten als gelungen empfunden.
Die hohe Teilnehmerzahl zeugte von enormen Aufklärungsbedarf in Bezug auf die Rinderkokzidiose.
Hierbei handelt es sich um eine parasitäre Erkrankung der Kälber. Die in unserer Gegend hauptsächlich vorkommenden Arten der Kokzidien sind Eimeria bovis, Eimeria zuernii, sowie Eimeria alabamensis, der Erreger der Weidekokzidiose. Alle drei Arten haben die Eigenschaft sich im Dickdarm der jungen Tiere festzusetzen und dort für enorme Schäden zu sorgen. Es kommt zur Zerstörung der Darmschleimhaut und dadurch zu schlechter Futterresorption und Futterverwertung. Die Tiere erleiden Durchfall, verlieren viel Flüssigkeit und der Elektrolythaushalt gerät aus dem Gleichgewicht. Die Kälber bleiben oft hinter den Erwartungen der Besitzer zurück. Die Auswirkungen der Darmschäden zeigen sich oftmals auch noch bei älteren Tieren, die Futterresorption ist nachhaltig gestört. Die Tiere zeigen mangelnde Fruchtbarkeit, geringe Milchleistung etc.
Die Aufnahme der Darmparasiten erfolgt oral über Kot, Futter oder Einstreu.
Da die Kokzidien eine relativ lange Präpatenzzeit haben, (das ist die Zeitdauer von der Aufnahme der infektiösen Parasitenstadien, bis zum Auftreten der ersten Geschlechtsprodukte), empfiehlt es sich, frühzeitig eine prophylaktische oder metaphylaktische Behandlung zu etablieren. Damit erst gar keine Vermehrung stattfinden kann.
Desweiteren gehört natürlich ein stetes und gutes Hygienemanagement zu der besten Bekämpfungsmaßnahme.
Zu Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Aus der Kleintierpraxis
Nicht vergessen: Wurmkuren für Ihr Haustier
Fachleute empfehlen, Hunde und Katzen alle drei Monate zu entwurmen. Wann haben Sie zuletzt Ihr Tier behandeln lassen? Wir beraten Sie gerne.
Auf den Zahn gefühlt
Eine regelmäßige Zahn- und Zahnfleischkontrolle bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze ist wärmstens zu empfehlen.
Zahnbeläge gehen oft in Zahnstein über, gefolgt von Zahnfleisch-entzündungen. Aufgrund der bakteriellen Besiedlung der Maul- schleimhaut führt dies nicht selten zur Zerstörung der Zahnwurzel. Schwerwiegende Folgen sind das Übergreifen der Entzündungen auf den Herzmuskel oder den Herzbeutel. Die Folge davon ist dann eine Herzschwäche (Insuffizienz), welche die Lebensqualität ihres Tieres erheblich mindert. Spaziergänge machen keinen Spaß mehr, die Belastungsfähigkeit nimmt ab. Eine lebenslange regelmäßige Gabe von Herzmedikamenten ist dann notwendig.
Soweit muß es jedoch nicht kommen.
Unangenehmer Mundgeruch oder wählerisches Freßverhalten können schon wertvolle Hinweise sein.
Für eine individuelle Mundhygiene ihres Tieres stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.
Im Rahmen der jährlichen Impfungen wird diese Untersuchung routinemäßig bei uns mit durchgeführt.
Auch Hasen, Meerschweinchen & Co leiden gelegentlich unter Zahnproblemen. Werden nur noch bestimmte Futtersorten angenommen oder die Nahrung gänzlich verweigert, ist das bei diesen Tieren sehr ernst zu nehmen. Länger als 24 Stunden sollten sie niemals hungern.
Aus der Pferdepraxis
Kennzeichnungspflicht für Pferde ab dem 01.07.2009
Ab dem 01.07.2009 müssen alle neugeborenen Pferde mittels Mikrochip-Implantation gekennzeichnet werden.
Ebenso mit Chip versehen werden müssen alle Pferde ohne Equidenpass.
Weitere Informationen geben wir Ihnen gerne.
Aus der Schweinepraxis
Schwein gehabt - Circo-Impfung für bessere Zunahmen
Es besteht mittlerweile kein Zweifel mehr: neben der Mycoplasmenimpfung hat sich die PCV2-Impfung als wichtige Vorbeuge für bessere Zunahmen der Ferkel und Mastläufer etabliert.
Alle Informationen bei uns!
Neu: Pflicht zur Schmerzbehandlung bei Kastration der männlichen Ferkel ab dem 01.04.2009 in QS - Betrieben
Seit dem 01.04.2009 ist die begleitende Schmerzbehandlung zur Linderung des postoperativen Kastrationsschmerzes in QS - Betrieben Pflicht.
Da momentan noch kein zugelassenes Medikament für diese Indikation verfügbar ist, beraten wir Sie gerne über Möglichkeiten und Medikamente.
Erste Erfahrungen zeigen, daß die behandelten Ferkel sich nach der Kastration auffällig vitaler verhalten und schneller den Kontakt zur Muttersau zur Milchaufnahme suchen. Eine bessere Entwicklung der Ferkel ist absehbar.
Tierarztpraxis Bethenkath
